Die Theatergruppe der Martin Stiftung spielte «Der kleine Prinz». Das sind die schönsten Bilder von der Aufführung.
Manchmal braucht es keinen Raketenstart, um ins Universum zu reisen – ein Vorhang, ein paar Scheinwerfer und ganz viel Herz reichen völlig aus. So geschehen beim diesjährigen Weihnachtstheater der Martin Stiftung, das das Publikum auf eine poetische Reise zu den Sternen mitnahm.
Unter der Regie von Tamea Wissmann brachte die Theatergruppe der Martin Stiftung «Der kleine Prinz» auf die Bühne – ein Stück, das mit seiner zeitlosen Botschaft seit Generationen berührt:
«Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.»
Gespielt und musiziert wurde von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, die in der Martin Stiftung wohnen und arbeiten. Mit Spielfreude, Humor und Tiefgang schufen sie eine eigene kleine Galaxie, in der Freundschaft, Neugier und Menschlichkeit hell leuchteten. Diese Bühne war ein Planet voller Freude, Mut und Miteinander.
Leider musste die öffentliche Aufführung in diesem Jahr aufgrund von Krankheitsfällen kurzfristig abgesagt werden.
Die schönsten Bilder der internen Aufführung:
Unser kleine Prinz
Das schreibt Pascal Rüegg in Leichter Sprache über das Stück. Er ist Schauspieler und Redaktionsmitglied der Hauszeitung Mehrsicht. So hat die Theatergruppe den Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry interpretiert:
Es war einmal ein kleiner Prinz.
Er lebte auf seinem kleinen Planeten.
Dort hatte er nur drei Freunde:
Eine Rose, einen Fuchs und eine Eule.
Eines Tages ging der kleine Prinz
auf eine Reise.Er nahm die Eule und den Fuchs mit.
Die Rose blieb zurück.
Sie kamen zu einem ersten Planeten.
Der Planet war voll Farben und Gefühle.
Der kleine Prinz lernte alle kennen.
Die Wut wollte ihn rauswerfen.
Die Trauer wollte nicht getröstet werden.
Bei der Freude tanzten alle miteinander.
Doch der kleine Prinz wollte nicht tanzen.
Er wollte nur fort von diesem Planeten.
Auf dem nächsten Planeten
zählte ein Mann die Sterne.
Die Eule fragte ihn:
«Weshalb zählst du die Sterne?»
Der Mann sagte:
«Weil dies meine Arbeit ist.»
Er zählte einfach weiter.
Die Eule fand ihn merkwürdig.
Sie reisten weiter.
Sie kamen zu einem Planeten
voller Spiegel.
Dort sahen sie Menschen,
die sich spiegelten.
«Seltsamer Planet»,
dachte der kleine Prinz.
Nun reisten sie kurzerhand auf die Erde.
Dort feierten Menschen Weihnachten.
Der kleine Prinz fragte:
«Was macht ihr denn da?»
Der Mann am Tisch antwortete:
«Wir feiern Weihnachten.
Das ist das Fest der Liebe.
Kommt, setzt euch zu uns.»
Zeichnungen vom Kleinen Prinzen
Der kleine Prinz dachte an seine Rose.
Er vermisste sie, er hatte sie so lieb.
Er sagte zum Mann:
«Ich würde am liebsten
nach Hause gehen.»
Der Mann sagte:
«Geh in den Wald,
der Wald-Geist hilft dir.»
Sie gingen in den tief verschneiten Wald.
Der Fuchs und die Eule wollten hier bleiben.
Der Wald ist doch ihr Zuhause.
Der kleine Prinz rief nach dem Wald-Geist.
Der Wald-Geist konnte ihm nicht helfen.
Er klopfte mit seinem Stock
auf den Boden.
Da kam aus dem Nichts
seine Frau, die Schlange.
Sie konnte helfen.
Die Schlange wickelte sich
immer mehr um den kleinen Prinz.
Er bekam Angst, er war jetzt alleine.
Die Schlange brachte den kleinen Prinzen
aber sicher zu seinem Planeten
und seiner Rose.
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Weitere Anlässe
Neben dem Weihnachtstheater veranstaltet die Martin Stiftung jedes Jahr auch diese Anlässe:
- Tag der offenen Weinkeller am 1. Mai
- Herbstfest im September
- Kerzenziehen im November
- Frühlings- und Adventsverkauf im Blumenladen
Zeichnungen: Susana Jörger, Mitglied der Theatergruppe
Planetenbild: Metacom














