Ranunkeln, Narzissen und Tulpen: Die farbenfrohen Frühlingsboten und Osterblumen wurzeln in der selbst gemachten Gärtnererde vom Grünen Martin. Mit dieser hat es etwas besonders auf sich.

In der Gärtnerei wachsen Topfpflanzen wie Stiefmütterchen und auch schon die ersten Gemüsesetzlinge. Damit sie gut gedeihen, verwenden wir nur unsere torffreie Gärtnererde.

Im Unterschied zur bekannteren Gartenerde, einer Landerde für den Garten, ist Gärtnererde eine Mischung. diese ist gut für Töpfe, Gefässe und auch Hochbeete geeignet.

Produziert wird die Gärtnererde aus unserem eigenen Kompost. Dieser wird erhitzt und danach mit vielen hochwertigen Zusätzen gemischt, die allermeisten stammen aus der Schweiz.

Zum Erhitzen hat die Martin Stiftung seit diesem Frühjahr eine neue elektrische Maschine, die alte mit Dieselmotor geht in den Ruhestand. So können wir nun leiser und grössere Mengen Erde herstellen.

Alte Maschine mit viel Dampf, um die Gartenerde zu erhitzen.
Die neue, leise Maschine mit Elektroantrieb, um die Gartenerde zu erhitzen.

Die neue Maschine (oben im rechten Bild) hat einen weiteren bedeutenden Vorteil: «Unsere Mitarbeitenden können die Maschine ganz selbstständig bedienen», sagt Christoph Lehner, Teamleiter Gartenunterhalt. «Das gibt ihnen ein neues Selbstvertrauen, aber auch mehr Eigenverantwortung.»

Bei der alten Maschine mussten Fachpersonen bei den komplizierten Einstellungen helfen. Bei der neuen seien die Mitarbeitenden nun selbst dafür zuständig, dass die Maschine sauber und geputzt sei, so Lehner. «Sie haben auch den aktuellen Erdverbrauch im Auge und melden sich bei uns, wenn wieder neue Erde produziert werden muss.»

Unsere Gärtnererde eignet sich gut für Töpfe und Balkonkistli. So wird sie gemacht:

  1. Kompost anlegen. In unseren Kompost kommt Grüngut aus der Gärtnerei, dem Blumenladen und Rüstabfälle aus der Küche der Martin Stiftung.
  2. Kompost gut lagern
  3. Erde fein sieben. Äste und Steine werden mit der Hand aussortiert.
  4. Kompost erhitzen, das hilft gegen Schädlinge und Samen: Bei 80 Grad Celsius für drei Stunden.
  5. Erde wird mit Sand, Ton, Bims, Hornspänen und Dünger gemischt. Dabei verwenden wir gerne Produkte aus der Schweiz. Nur bei den Kokosfasern ist das nicht möglich. Diese machen die Erde jedoch sehr speicherfähig für Wasser und Nährstoffe, weshalb wir nicht auf sie verzichten möchten.
  6. Abgepackt wird die Erde in robuste Mehrweg-Säcke. Die Kunden bringen sie uns zurück. So können wir sie mehrere Jahre verwenden.

Gärtnererde kaufen

Unsere selbst gemischte, torffreie Gärtnererde finden Sie nur im Grünen Martin. Es gibt 14, 20 und 30 Liter-Säcke. Kommen Sie in der Gärtnerei und dem Blumenladen der Martin Stiftung vorbei – oder nutzen Sie unseren Lieferservice. Der Grüne Martin liefert von Montag bis Freitag am Nachmittag Blumensträusse und Pflanzen zu Ihnen nach Hause. Mindestbestellwert sind 50 Franken. Alle Infos und Kontakte finden Sie auf der Website Zum Grünen Martin.

Bilder: Miriam Eckert